Gemeinsame Stelle der GKV für Prävention und Gesundheitsförderung in Hessen

Sie möchten sich in der Gesundheitsförderung und Prävention engagieren? Sie haben eine eigene Projektidee im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten und suchen Unterstützung bzw. Förderung?

Die gesetzlichen Krankenkassen in Hessen fördern gemeinsam Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention für vulnerable Zielgruppen in nichtbetrieblichen Lebenswelten nach § 20a SGB V. Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu Fördervoraussetzungen, Antragstellung und Kontaktmöglichkeiten.

Überblick für Verantwortliche in Lebenswelten

Das nachfolgende Schaubild gibt Ihnen einen Überblick über die Strukturen und möglichen Zugangswege für die Initiierung und Förderung von gesundheitsförderlichen Maßnahmen in Hessen.

 

Förderkriterien für Projekte in Lebenswelten

Die wesentlichen Kriterien und Grundlagen für eine mögliche Förderung finden Sie im Bereich der Gesunden Lebenswelten unter Qualitätskriterien für gesundheitsförderliche Kommunen, Kitas und Schulen.

Antragstellung

Entspricht Ihr Vorhaben den Kriterien für eine Förderung nach § 20a SGB V durch die Krankenkassen/-verbände in Hessen, können Sie den Antrag über das digitale Antragsformular per Scan (mit Unterschrift) an folgende E-Mail Adresse schicken: daniela.hammerschmidt(at)vdek.com

oder auch auf dem Postweg einreichen:

vdek-Landesvertretung Hessen
z. Hd. Daniela Hammerschmidt
Gemeinsame Stelle der GKV für Prävention und Gesundheitsförderung in Hessen
Walter-Kolb-Straße 9 - 11
60594 Frankfurt/Main

Im Folgenden finden Sie eine Zusammenstellung von Informationen zu besonders häufig gestellten Fragen, die Sie bei Ihrer Antragstellung zusätzlich unterstützen können. Diese FAQs können Sie auch als PDF herunterladen: FAQs zum Antragsverfahren.

Voraussetzungen für eine Förderung

Es werden Projekte der Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten gefördert. Der Schwerpunkt des Projektes sollte zusätzlich auf einem oder mehreren der nachfolgenden Aspekte liegen:

  • Verminderung sozialbedingter sowie geschlechtsbezogener Ungleichheit von Gesundheitschancen
  • Umsetzung integrierter Konzepte im kommunalen Raum/Quartier
  • Aufbau und Ausbau lebensweltübergreifender Präventionsketten und Bündelung von Aktivitäten
  • Qualifizierung, Befähigung und Teilhabe unter Berücksichtigung interkultureller Kompetenz im Sinne des Empowerments und der Nachhaltigkeit
  • Evaluation und Qualitätssicherung

Es können nur in Hessen durchgeführte Projekte gefördert werden.

Das Projekt darf sich zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht in der Umsetzungsphase befinden. Diese darf erst mit Freigabe der Fördermittel erfolgen.

Bitte beachten Sie: Im Vorfeld entstehende Kosten, beispielsweise für die Erstellung des Antrags oder einer Projektskizze, können nicht übernommen werden.

Die Durchführung von Maßnahmen nach dem Setting-Ansatz durch die – bzw. im Auftrag – der Krankenkassen erfolgt durch Fachkräfte mit einem staatlich anerkannten Berufs- oder Studienabschluss mit Bezug zu Gesundheit und Prävention. Diese müssen außerdem über spezifische Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen Prozess- und Projektmanagement verfügen.

Werden im Projekt zusätzlich Leistungen zur individuellen verhaltensbezogenen Prävention erbracht, sollte der Leistungserbringer bei der Zentralen Prüfstelle Prävention zertifiziert sein.

Es können projektbezogene Sachkosten sowie Personalkosten gefördert werden.

Grundsätzlich gilt, dass nur Aufwendungen gefördert werden können, die unmittelbar im Rahmen der Durchführung eines Projektes entstehen und nicht Aufgabe anderer Träger bzw. der Kommune sind. Bitte beachten Sie, dass Personalkosten nur zeitlich befristet für die Dauer des Projektes (Förderzeitraum) gefördert werden können.

Bitte denken Sie die Fortführung der Maßnahmen nach Projektende bereits bei der Antragstellung mit: über z. B. langfristige Finanzierung, Veränderungen im Setting, Etablierung von Angebotsstrukturen, Bildung eines Arbeitskreises, Einsatz von Multiplikatoren.

Dauerfinanzierungen sind nicht möglich. Eine Förderung ist nicht möglich, wenn

  • eine Bestandsfinanzierung angestrebt wird oder
  • eine vorangehende Förderphase durch andere Fördergeber als durch die  Krankenkassen/-verbänden in Hessen erfolgte.
  • Aktivitäten, die zu den Pflichtaufgaben anderer Einrichtungen oder Verantwortlicher gehören (z. B. die Suchtberatung durch entsprechende Beratungsstellen oder Suchtprophylaxebeauftragte)
  • isolierte, d. h. nicht in ein Gesamtkonzept eingebundene Maßnahmen externer Anbieterinnen und Anbieter
  • individuumsbezogene Abrechnung von Maßnahmen
  • Förderanträge, die nicht von der Einrichtung/dem Einrichtungsträger selbst gestellt werden
  • Forschungsprojekte/Screenings ohne Interventionsbezug,
  • Aktivitäten von politischen Parteien sowie parteinahen Organisationen und Stiftungen
  • Aktivitäten, die einseitig Werbezwecken für bestimmte Einrichtungen, Organisationen oder Produkte dienen
  • ausschließlich öffentlichkeitsorientierte Aktionen, Informationsstände (z. B. bei Stadtteil-, Schul- und Kita-Festen, in öffentlichen Bereichen) oder ausschließlich mediale Aufklärungskampagnen
  • berufliche Ausbildung und Qualifizierungsmaßnahmen, die nicht an das Projekt gebunden sind
  • Kosten für Baumaßnahmen, Einrichtungsgegenstände, Mobiliar und technische Hilfsmittel
  • Regelfinanzierung von auf Dauer angelegten Stellen, z. B. in Beratungseinrichtungen
  • Angebote, die weltanschaulich nicht neutral sind

Konkrete Beispiele für nicht förderfähige Projektinhalte sind:

  • Aus-/Umbau Kantine
  • Personalkosten Beratungsstelle
  • Ausstattung mit Spiel-, Sport- und Freizeitgeräten
  • Büromaterial
  • Lebensmittelkosten

Antragsstellung

Der Antragsteller ist grundsätzlich der Träger des Projektes. Für die Antragstellung ist das digitale Antragsformular zu nutzen. Projekte, die einen formlosen Antrag stellen, können nicht berücksichtigt werden.

Alle Institutionen bzw. Träger, deren Projekte in Lebenswelten (Settings) auf die Themen Gesundheitsförderung und Prävention abzielen, können einen Antrag stellen. Dazu zählen beispielweise die Kommunen sowie zahlreiche in Kommunen tätige freie und gemeinnützige Initiativen und Organisationen, Vereine, Stiftungen, Wohlfahrtsverbände, Netzwerke etc.

Der Antragsteller selbst muss nicht primär im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention tätig sein; wichtig ist jedoch, dass Kooperationspartner/Leistungserbringer am Projekt beteiligt sind, die in dem Feld aktiv sind und über entsprechende Erfahrung verfügen.

Der Antragsteller kann nicht zugleich Leistungserbringer sein. Einzelpersonen oder kommerzielle Anbieter sind nicht antragsberechtigt.

Mit jedem Antrag muss ein inhaltlich fundiertes und überzeugendes Konzept sowie ein detaillierter Finanzierungsplan eingereicht werden. Daneben sind auch ergänzende Unterlagen (z. B. Qualifikationen der Leistungserbringer) oder Stellungnahmen (für bestimmte Settings o. ä.) einzureichen. Diese ergänzenden Materialien können dem Anhang der E-Mail beigefügt werden, mit der der Antrag eingereicht wird. Bitte senden Sie Ihre E-Mail an folgende Adresse: daniela.hammerschmidt@vdek.com

Während der Antragsprüfung kann es möglich sein, dass wir Sie als Antragsteller um weiterführende Informationen bitten müssen.

Einen Musterfinanzplan können Sie hier aufrufen.

Hier sind alle projektbezogenen Kosten aufzulisten. Bitte stellen Sie dar, welche Eigenmittel eingebracht werden und welche Fördermittel bei anderen Institutionen oder Sozialversicherungsträgern beantragt werden.

Ihr Zeit-, Ablauf- oder Umetzungsplan könnte wie folgt aussehen: Beispiel-Plan.

Bitte senden Sie Ihren Antrag über das digitale Antragsformular per Scan (mit Unterschrift und Stempel der Einrichtung) an folgende E-Mail Adresse daniela.hammerschmidt@vdek.com oder reichen Sie ihn auf dem Postweg ein:

Verband der Ersatzkassen e.V. Landesvertretung Hessen

z. Hd. Daniela Hammerschmidt
Gemeinsame Stelle der GKV für Prävention und Gesundheitsförderung in Hessen
Walter-Kolb-Straße 9 -11

60594 Frankfurt am Main

Eine Antragstellung ist jederzeit möglich.

Finanzen

Projekte können in der Regel bis zu 3 Jahre gefördert werden. Anschließend ist für die Weiterführung mit eigenen Ressourcen Sorge zu tragen (Nachhaltigkeit).

Die Höhe der Förderung richtet sich grundsätzlich nach Art und Umfang des geplanten Projektes (inklusive Maßnahmen), es gibt also keine festgeschriebene Höchstsumme. Das Fördervolumen muss allerdings im Verhältnis zur Anzahl der erwartbaren zu erreichenden Personenzahl aus der Zielgruppe stehen.

Ja, Eigenmittel sind einzubringen und sind im Finanzplan kenntlich zu machen. Eine Mindestgrenze für Eigenmittel gibt es nicht.
Eigenmittel können beispielsweise auch Sachmittel oder Personalkosten sein (z. B. Räume, technische Ausstattung).

Ein Projekt sollte grundsätzlich von unterschiedlichen Projektpartnern gefördert werden.

Dabei ist zu beachten, dass eine Doppelfinanzierung von denselben Kostenpunkten des Finanzplans durch unterschiedliche Fördergeber nicht möglich ist. Inhaltlich darf es bei den auf unterschiedlichen Wegen finanzierten Bereichen keine Überschneidungen geben und sie sind im Finanzplan entsprechend auszuweisen.

Nach der Bewilligung Ihres Projektes erhalten Sie einen Förderbescheid. Darin finden Sie eine detaillierte Aufstellung der Leistungen, die durch die GKV gefördert werden.

Entscheidungsverfahren

Die Bearbeitungsdauer eines Antrags hängt von der Anzahl der eingehenden Anträge sowie der jeweiligen Antragsqualität ab. Während der Prüfung des Projekts kann es notwendig sein, dass ergänzende Informationen beim Antragsteller angefordert werden. Dies kann den Prozess verlängern.

Über die Anträge entscheidet das GKV-Steuerungsgremium aus Vertreterinnen und Vertretern der Krankenkassen/-verbände in Hessen (Partner der Landesrahmenvereinbarung in Hessen).

Das genaue Verfahren wird in Absprache mit dem Antragsteller festgelegt.

Allgemeine Fragen

Für Fragen nutzen Sie bitte folgende E-Mail Adresse:

daniela.hammerschmidt@vdek.com

Beispiele guter Praxis in unterschiedlichen Lebenswelten/Settings finden Sie hier:

https://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/praxisdatenbank/.

Allgemeine Beratung zur Gestaltung von Prävention und Gesundheitsförderung in Lebenswelten erhalten Sie bei der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit: https://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/hessen/.

Kontakt zur Gemeinsamen Stelle der GKV in Hessen

Sollten Sie weitere Fragen zur Antragstellung haben, wenden Sie sich gerne an die Mitarbeiter/-innen der Gemeinsamen Stelle der GKV in Hessen.

Daniela Hammerschmidt
Mail: daniela.hammerschmidt(at)vdek.com
Telefon: 069 96 21 68 - 73
Fax: 069 69 21 68 - 21

Erreichbarkeit:
Mo - Do 10.00 bis 14.00 Uhr
und nach Vereinbarung