Das GKV-Bündnis für Gesundheit

Das GKV-Bündnis für Gesundheit ist eine gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Weiterentwicklung und Umsetzung von Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten. Das Bündnis fördert dabei u. a. Strukturaufbau und Vernetzungsprozesse, die Entwicklung und Erprobung gesundheitsfördernder Konzepte, insbesondere für sozial und gesundheitlich benachteiligte Zielgruppen, sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung und wissenschaftlichen Evaluation. Der GKV-Spitzenverband hat gemäß § 20a Abs. 3 und 4 SGB V die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung damit beauftragt, die Aufgaben des GKV-Bündnisses für Gesundheit mit Mitteln der Krankenkassen umzusetzen.

Schwerpunkte des GKV-Bündnisses für Gesundheit sind:

Kommunale Gesundheitsförderung unterstützen

Eine wesentliche Voraussetzung für den qualitätsgesicherten Ausbau von Prävention und Gesundheitsförderung ist, dass die für die Lebenswelten Verantwortlichen in den Ländern und Kommunen bereit sind, eine aktive Rolle zu übernehmen und mit den Krankenkassen zusammenzuarbeiten. Sie müssen mit einer angemessenen Eigenleistung zur Umsetzung von Prävention und Gesundheitsförderung beitragen. Einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der kommunalen Gesundheitsförderung leisten die Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit in den Bundesländern. Ihr Schwerpunkt liegt in der Unterstützung der kommunalen Ebene, z. B. durch die Beratung von Kommunen, Netzwerkaktivitäten und die Verbreitung von "Good Practice". Die Koordinierungsstellen sind in allen Bundesländern vertreten und werden anteilig durch die GKV und die Länder finanziert.

Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung

Seit mehreren Jahren kooperieren Krankenkassen und Jobcenter, um gemeinsam die gesundheitliche Lage von arbeitslosen Menschen zu verbessern. Das 2014 begonnene Modellprojekt von GKV und Bundesagentur für Arbeit zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung wird seit 2016 im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit ausgeweitet und inhaltlich weiterentwickelt. Partner auf der Bundesebene sind neben der Bundesagentur für Arbeit auch der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städtetag. Derzeit wirken 129 Jobcenter und Agenturen für Arbeit im Projekt mit. Die Zusammenarbeit der verantwortlichen Partner wird ebenso evaluiert wie die Wirkungen von verhältnis- und verhaltensbezogenen Maßnahmen.

Mehr über das Projekt zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung erfahren Sie hier.

Wissenschaftliche Grundlagen und Qualitätssicherung stärken

Ein weiterer Schwerpunkt ist die anwendungsorientierte Präventions- und Gesundheitsförderungsforschung. Im Mittelpunkt steht dabei die Ermittlung der Wirksamkeit und Effizienz von Maßnahmen und Interventionen in den Lebenswelten.

Erste Ergebnisse stehen Ihnen unter der Rubrik "Publikationen" zum Download zur Verfügung.