Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien

Etwa jedes sechste Kind bzw. jede/r sechste Jugendliche in Deutschland hat einen suchtkranken Elternteil. Diese Kinder und Jugendlichen benötigen besondere Unterstützung und ihre Resilienz muss in besonderem Maß gefördert werden. Damit dies ge(währ)leistet werden kann, sollen pädagogische Fachkräfte in der Lebenswelt Schule sowie in Jugendämtern und bei freien Trägern der Jugendhilfe für die Thematik sensibilisiert und qualifiziert werden. Die Gesundheitsförderung und Suchtprävention in der Lebenswelt Schule richtet sich an Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Durch eine Enttabuisierung des Themas Sucht, z. B. durch die Thematisierung im Schulunterricht, werden die betroffenen Kinder und Jugendlichen psychisch entlastet. Auch Programme zur Resilienzförderung und Lebenskompetenzprogramme können im Schulunterricht im Kontext der Suchtprävention angeboten werden (Verhaltensprävention). Für die nachhaltige Unterstützung von Kindern und Jugendlichen suchtkranker Eltern bedarf es der Einbindung von Schulen in das interdisziplinäre kommunale Netzwerk. Die kontinuierliche Mitarbeit im Netzwerk hilft der Schule bei der lebensphasen- und institutionsübergreifenden Begleitung der Heranwachsenden (Verhältnisprävention). Die relevanten Akteure koordinieren ihre Angebote und stimmen sich in Einzelfällen miteinander ab. Sie vermitteln u. a. spezialisierte präventive Gruppenangebote, die von Suchtberatungsstellen, Erziehungsberatungsstellen oder Jugendhilfeeinrichtungen für Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien entwickelt und vorgehalten werden. Auch diese Angebote sind Teil des interdisziplinären Netzwerkes.

Empfehlungen dazu, mit welchen Akteuren Sie beispielsweise innerhalb Ihrer Kommune zusammenarbeiten können und wo Sie Unterstützung erhalten, finden Sie im Bereich Suchtprävention in der Kommune.

War dieser Beitrag hilfreich?