Menschen mit besonderem Bedarf in der Kommune

In der Kommune können Sie Menschen in belastenden Lebenslagen mit Angeboten der Prävention und Gesundheitsförderung niedrigschwellig und stigmatisierungsfrei erreichen. Hierzu zählen insbesondere

  • Arbeitslose Menschen
  • Werdende, junge Familien und Alleinerziehende
  • Menschen mit Migrationshintergrund
  • Menschen mit Behinderungen
  • Ältere Menschen

Im Folgenden finden Sie Informationen über das Engagement der gesetzlichen Krankenkassen für arbeitslose Menschen.

Arbeits- und Gesundheitsförderung systematisch verzahnen

Seit mehreren Jahren kooperieren Krankenkassen und Jobcenter, um gemeinsam die gesundheitliche Lage von arbeitslosen Menschen zu verbessern. Das 2014 begonnene Modellprojekt von GKV und Bundesagentur für Arbeit zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt wird seit 2016 im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit ausgeweitet und inhaltlich weiterentwickelt.

Um die Gesundheit arbeitsloser Menschen zu erhalten und zu stärken, ihre Lebensqualität zu verbessern und gleichzeitig den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, sind Kooperationen wichtig: Daher arbeiten der GKV-Spitzenverband, die Bundesagentur für Arbeit, der Deutsche Landkreistag (DLT) und der Deutsche Städtetag (DST) zusammen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unterstützt das Projekt im GKV-Auftrag: Sie übernimmt die bundesweite Koordination, unterstützt die Standorte und betreut die Evaluation. Die Partner verbinden Arbeitsförderung und Gesundheitsförderung (s. u.).

Die Zusammenarbeit wird in allen Bundesländern an 129 Standorten unter wissenschaftlicher Begleitung erprobt. In 2019 wird es eine Ausweitung auf neue Standorte geben. Die für 2020 zu erwartenden Evaluationsergebnisse sollen bei der geplanten flächendeckenden Umsetzung genutzt werden.

Die folgende Karte zeigt, an welchen Standorten das Projekt zur Arbeits- und Gesundheitsförderung umgesetzt wird.

Klicken Sie auf ein Bundesland, um mehr Informationen zu erhalten.

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Inhalte und Ziele

Das Projekt zielt darauf ab, arbeitslose Menschen mit niedrigschwelligen und bedarfsorientierten Angeboten in ihrer Gesundheit zu unterstützen. Die Beschäftigungsfähigkeit soll auf diesem Wege erhalten bzw. verbessert werden.

In individuellen Beratungsgesprächen sensibilisieren die Jobcenter bzw. Agenturen für Arbeit arbeitslose Menschen sich für die eigene Gesundheit zu engagieren. Die Mitarbeitenden motivieren sie, auf freiwilliger Basis an speziell für sie ausgerichteten Angeboten der Prävention und Gesundheitsförderung der gesetzlichen Krankenkassen teilzunehmen. Je nach individuellem Bedarf stehen dabei u. a. Themen wie psychische Gesundheit, gesunde Ernährung und Bewegung im Vordergrund. Das Beratungs- und Vermittlungsangebot der teilnehmenden Jobcenter und Agenturen für Arbeit ist entsprechend gesundheitsorientiert ausgerichtet. Die Verzahnung der Arbeitsförderungsmaßnahmen mit Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention der Krankenkassen soll auch weitere nachhaltige Angebote umfassen, die es in der Kommune, z. B. von (Sport-)Vereinen oder Arbeitsloseninitiativen, gibt.

Landesspezifische Informationen über das Projekt finden Sie in der Rubrik "Wir in den Ländern".

Projektfinanzierung

Das Projekt wird von der Krankenkassengemeinschaft sowie den Jobcentern und Arbeitsagenturen entsprechend ihrer jeweiligen gesetzlichen Zuständigkeit finanziert. Die von der GKV zu finanzierenden Maßnahmen erfüllen die GKV-Förderbedingungen für Prävention und Gesundheitsförderung in der Kommune.

Für die Projektkoordination an den Standorten und die Angebote der Gesundheitsförderung und Prävention wurden seitens der GKV in den Jahren 2016 bis Ende 2018 knapp fünf Mio. Euro ausgegeben. Für die weitere Umsetzung des Programms einschließlich der wissenschaftlichen Begleitforschung stellt das GKV-Bündnis für Gesundheit jährlich über acht Mio. Euro bereit.

 

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