Phase 5: Umsetzung


Auf einen Blick

  • Ausgangssituation: Sie haben die Ziele und Teilziele für die Gesundheitsförderung an Ihrer Hochschule festgelegt und gemeinsam einen entsprechenden Projektplan mit zielführenden Maßnahmen erstellt.
  • Inhalt: In Phase 5 führen Sie die Maßnahme(n) durch. Behalten Sie alle wichtige Aspekte im Blick: Ziel, personelle, zeitliche und finanzielle Ressourcen, Partizipation, Motivation der Beteiligten, Netzwerke und Kooperationen, Nachhaltigkeit, die Evaluation, etc.
  • Ziel: Am Ende von Phase 5 haben Sie Ihr Vorhaben nach Ihrem Projektplan durchgeführt und bei Bedarf Änderungen in der Umsetzung berücksichtigt.

Der Startschuss fällt: Es geht los!

Nachdem Sie sich im Steuerungsgremium bestmöglich vorbereitet und Ihre Unterstützer/-innen  im Boot haben, beginnt nun die Umsetzungsphase. Sie verwirklichen die entwickelten Maßnahmen zur studentischen Gesundheitsförderung in Ihrer Hochschule. Prüfen Sie noch einmal, ob Sie alle wesentlichen Aspekte bedacht haben. Unsere Checkliste hilft Ihnen dabei:

  • Steht der Projektplan für die jeweiligen Maßnahmen?
  • Haben Sie entsprechend Ziele und Teilziele erarbeitet?
  • Gibt es inzwischen veränderte Voraussetzungen für einzelne geplante Maßnahmen?
  • Wurden die Bedarfe und Bedürfnisse der Zielgruppe(n) berücksichtigt?
  • Haben Sie verhältnis- und verhaltensorientierte Interventionen miteinander verzahnt?
  • Wurde die Partizipation der  Zielgruppe(n) berücksichtigt?
  • Stehen die benötigten zeitlichen, finanziellen und personellen Ressourcen sowie Sachmittel zur Verfügung?
  • Wie ist die Motivation im Steuerungsgremium?
  • Sind regelmäßige Sitzungen des Steuerungsgremiums und Feedbackrunden geplant?
  • Findet eine prozessbegleitende Evaluation statt?
  • Wird der Projektplan aufgrund der prozessbegleitenden Evaluation ggf. nachjustiert?
  • Wird die Einhaltung des Zeitplans regelmäßig kontrolliert?
  • Wird die Hochschulleitung regelmäßig eingebunden (z. B. im Steuerungsgremium) bzw. informiert?
  • Wie werden von wem (Zwischen-)Ergebnisse kommuniziert (intern und extern)?
  • Liegt ein entsprechendes Kommunikationskonzept vor?

Setzen Sie den Gesundheitsförderungsprozess in Ihrer Hochschule nach Ihrem Projektplan sukzessive um. Behalten Sie dabei folgende Punkte besonders im Blick:

Transparenz fördert Vertrauen

Kommunizieren Sie offen und transparent. Informieren Sie alle Beteiligten regelmäßig über anstehende Maßnahmen und ggf. frühzeitig über Veränderungen im Gesundheitsförderungsprozess. Denken Sie dabei u. a. an Ihre Verwaltung, die Studierenden, die Fakultäts- und Fachschaftsräte, Ihre Partner/-innen im Netzwerk. So gewinnen Sie Vertrauen und stärken die Nachhaltigkeit Ihres Vorhabens. Eine gute Grundlage für die breitere Kommunikation sind die Protokolle der Sitzungen Ihres Steuerungsgremiums. Gestalten Sie auch alle Abläufe transparent, damit neu hinzukommende Personen schnell informiert und in den laufenden Prozess integriert werden können.

Behalten Sie Ihre Planung und Ihre Ressourcen im Blick

Überprüfen Sie gemeinsam im Steuerungsgremium Ihre Ziele und Meilensteine. Ist Ihr Vorhaben noch wie geplant umsetzbar und stehen alle geplanten Ressourcen zur Verfügung, wie z. B. Arbeitszeit, Finanzmittel, Räumlichkeiten? Unterscheiden Sie dabei unbedingt notwendige von ersetzbaren Ressourcen. Liegen die geplanten Kosten noch im Budgetrahmen? Falls nicht, passen Sie entweder die Maßnahmen an oder werben Sie rechtzeitig weitere finanzielle Mittel ein. Das ist leichter, wenn Sie bereits Erfolge vorweisen können.

Sitzungen des Steuerungsgremiums

Planen Sie regelmäßige Treffen für das Steuerungsgremium ein. Stimmen Sie sich dabei über den aktuellen Stand der einzelnen Aufgaben ab. Jede/r Verantwortliche/r berichtet aus dem eigenen Zuständigkeitsbereich. Sichern Sie den Informationsaustausch und arbeiten Sie effizient die Punkte Ihrer zuvor erstellten Agenda ab. So vermeiden Sie unnötige Ausdehnungen der Sitzungen. Halten Sie im Protokoll fest, was besprochen wurde und wer welche Aufgaben bis wann erledigt. Binden Sie Vertreter/-innen der Zielgruppe(n) mit ein. Die Häufigkeit der Treffen hängt von dem jeweiligen Stand des Prozesses ab. So kann es zu Beginn oder vor der Umsetzung von Maßnahmen wichtig sein, sich häufiger auszutauschen. Als sinnvoller Rhythmus ist ansonsten eine Frequenz von 2-3 Treffen im Jahr empfehlenswert.

Motivation fördern

Die Arbeit im Steuerungsgremium ist die zentrale Triebfeder in Ihrem Gesundheitsförderungsprozess. Reflektieren Sie gelegentlich über die Zusammenarbeit im Steuerungsgremium: Ist die Atmosphäre wertschätzend? Ist die Anzahl an Treffen angemessen? Verfügt das Gremium über ausreichend Beteiligte, Entscheidungskompetenz und Know-how? Wen möchten Sie noch mit einbinden? Treten Schwierigkeiten oder Konflikte auf, führen Sie aktiv eine Klärung herbei. Denn ungelöste Auseinandersetzungen kosten Kraft und Motivation. Behalten Sie auch die Belastungsgrenzen Ihrer Unterstützer/-innen im Blick. Eine anhaltende Überlastung schadet der Gesundheit – und Ihrem Vorhaben.

TIPP

Interventionen für Zielgruppe attraktiv gestalten

Kennen Sie den günstigsten Zeitpunkt und den attraktivsten Ort für Ihre geplanten Maßnahmen? Diese Frage kann Ihnen am besten die Zielgruppe selbst beantworten. Also fragen Sie nach! Binden Sie die Studierenden auch bei der operativen Gestaltung von Interventionen ein. Testen Sie neue Maßnahmen z. B. zunächst an einem Standort oder für einen Fachbereich, bevor Sie in die breite Umsetzung gehen. Probieren Sie unterschiedliche Uhrzeiten für Angebote aus oder bieten Sie Schnupperkurse an, um die Akzeptanz zu testen.

TIPP

Lassen Sie Bilder sprechen

Dokumentieren Sie Ihren Gesundheitsförderungsprozess regelmäßig mit Fotos. Anlässe sind u. a. das Erreichen von Teilzielen, Veranstaltungen, Neuanschaffungen, Einweihungen etc. Informieren Sie die gesamte Hochschulgemeinschaft über die Fortschritte Ihres Vorhabens. Bilder transportieren Emotionen und verstärken den Inhalt. Gestalten Sie mit den Fotos Plakate und hängen Sie diese an den Hotspots Ihres Campus’ auf. Schreiben Sie einen Beitrag für Ihre Hochschulzeitung oder Ihre Webseite. Denn Information schafft Identifikation und motiviert zur Unterstützung. Außerdem prägen Sie so Ihr Image als gesundheitsfördernde Hochschule.

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