Bewegung in der Hochschule

Studierende stehen nicht nur unter hohem Leistungsdruck, sondern sitzen auch viel: in Vorlesungen, Bibliotheken und an Hausarbeiten. Bewegungsangebote in der Hochschule sollen mehr Bewegung ermöglichen. Denn körperliche Aktivität erhöht die Konzentration, die kognitive Leistungsfähigkeit, die psychische Belastbarkeit und dient dem Stressabbau. Bewegungsangebote, die auf die allgemeine Fitness, Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit ausgerichtet sind, stärken das Herz-Kreislaufsystem und das Immunsystem.

Die Bewegungsangebote der Hochschulen sollten auch für Sporteinsteigerinnen und -einsteiger geeignet sein, um Bewegungsmangel aktiv entgegenzuwirken. Geeignete Maßnahmen sind z. B. niedrigschwellige Angebote im Hochschulsport (Unisport), die vor oder nach den Vorlesungen besucht werden können. Die gemeinsame sportliche Aktivität soll motivieren und Spaß machen. Bewegungsangebote können auch Entspannungsverfahren wie Yoga, Tai Chi oder Qigong beinhalten, die zur Stressbewältigung und Selbstregulation beitragen.

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie weitere Informationen sowie Empfehlungen zu den Themen Bewegung und Bewegungsförderung. Die Basis dafür bilden die Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung.


Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung

Die Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung basieren auf internationalen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie wurden von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Universitäten (Bayreuth, Erlangen, Frankfurt, Karlsruhe, Köln (DSHS), Münster)  unter Federführung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg erarbeitet und 2016 veröffentlicht. Sie sind Ergebnisse einer evidenzbasierten wissenschaftlichen Arbeit im Rahmen eines vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Forschungsprojekts. Zum ersten Mal wurden damit nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung für die Bundesrepublik Deutschland vorgelegt.

Ziel der Empfehlungen ist es, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Fachleuten und Entscheidungsträger/-innen wissenschaftliche Orientierung bei ihrer täglichen Arbeit im Feld der Bewegungsförderung zu geben.

Die Nationalen Empfehlungen beantworten zwei zentrale Fragen: Wie viel und wie intensiv sollten sich Menschen unterschiedlicher Altersstufen bewegen? Und: Welche Maßnahmen sind Erfolg versprechend, um mehr Menschen in Bewegung zu bringen? Entsprechend gliedern sich die Empfehlungen in die Teile „Empfehlungen für Bewegung“ und „Empfehlungen für Bewegungsförderung“. Dabei sind beide Bereiche eng miteinander verknüpft. Denn Grundlage jeglicher Bewegungsförderung ist das Wissen darüber, wieviel Bewegung in welchem Alter empfehlenswert ist und wie Bewegungsförderung für die jeweiligen Altersgruppen gelingen kann.

Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung

Empfehlungen für Bewegung

Wie viel Bewegung brauchen junge Erwachsene?

Wie viel Bewegung brauchen Studierende? Einen großen Teil ihrer Studienzeit absolvieren Studierende im Sitzen. Um Bewegungsmangel vorzubeugen, sind ausgleichende körperliche und sportliche Aktivitäten empfehlenswert.

Empfehlungen für Bewegungsförderung in der Hochschule

Das Umfeld zählt

Hochschulen können durch einen bewegungsfreundlichen Campus die Gesundheit der Studierenden fördern. Bewegungsangebote im Unisport oder Bewegungspausen während der Vorlesungen gehören ebenso dazu, wie der Aufbau bewegungsfördernder Strukturen.