Aufbau gesundheitsförderlicher Steuerungsstrukturen

Gegenstand des Förderangebotes ist eine Projektförderung für den Aufbau und die (Weiter-)Entwicklung funktionsfähiger kommunaler Kooperations- und Koordinierungsstrukturen für Gesundheitsförderung und Prävention. Neben einer finanziellen Zuwendung im Sinne einer Anschubfinanzierung erfolgt die Förderung von Kommunen auch durch prozessbegleitende Unterstützungsangebote wie Beratung und Qualifizierung. Dadurch sollen die lokalen Rahmenbedingungen dauerhaft verbessert und die Voraussetzungen für die bedarfsgerechte und qualitätsgesicherte Implementierung von zielgruppenspezifischen Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention geschaffen werden.

Dieses Angebot richtet sich speziell an kommunale Gebietskörperschaften auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Die Sozialstruktur der Kommune weist im Bundes- oder Landesbezug vergleichsweise niedrige sozioökonomische Werte auf  (Ermittlung auf Basis des German Index of Socioeconomic Deprivation (GISD) des Robert Koch-Instituts (RKI)).
  • Der exakte Fördergegenstand wird nicht bereits über ein Landes- oder Bundesprogramm gefördert.
  • Es sind keine oder wenig ausgeprägte eigene Kooperations- und Koordinationsstrukturen mit Bezug zu Prävention und Gesundheitsförderung vorhanden.

Detailliertere Informationen können Sie der Förderbekanntmachung entnehmen:

Förderbekanntmachung vom 10.01.2019

Voraussetzungen für die Antragstellung

Grundlage für die Bestimmung antragsberechtigter Kommunen ist der German Index of Socioeconomic Deprivation (GISD) des Robert Koch-Instituts (RKI) vom 25.01.2018. Der GISD setzt sich aus acht Indikatoren zusammen, die sich den Dimensionen Bildung, Einkommen und Beruf zuordnen lassen. Diese Dimensionen gelten als zentral bei der Bestimmung des sozioökonomischen Status und folglich des Deprivationsgrades. Der Grad ist ein maßgebliches Kriterium für die Bestimmung der Antragsberechtigung. Daraus ergibt sich die folgende Liste antragsberechtigter Kommunen:

Land: Kommune:

Baden-Württemberg:

Emmendingen (Landkreis), Konstanz (Landkreis), Lörrach (Lankreis), Neckar-Odenwald-Kreis, Ortenaukreis, Pforzheim, Schwarzwald-Baar-Kreis, Sigmaringen (Landkreis), Waldshut (Landkreis)

Bayern:

Berchtesgardener Land (Landkreis), Cham (Landkreis), Freyung-Grafenau (Landkreis), Haßberge (Landkreis), Hof (Landkreis), Hof (Stadt), Kaufbeuren, Kronach (Landkreis), Kulmbach (Landkreis), Lichtenfels (Landkreis), Neustadt an der Waldnaab (Landkreis), Passau (Landkreis), Regen (Landkreis), Rottal-Inn (Landkreis), Schweinfurt (Landkreis), Straubing, Tirschenreuth (Landkreis), Weiden in der Oberpfalz, Wunsiedel im Fichtelgebirge (Landkreis)

Berlin:

Friedrichshain-Kreuzberg, Marzahn-Hellersdorf, Mitte, Neukölln, Spandau

Brandenburg:

Barnim (Landkreis), Brandenburg an der Havel, Cottbus, Dahme-Spreewald (Landkreis), Elbe-Elster (Landkreis), Frankfurt (Oder), Havelland (Landkreis), Märkisch-Oderland (Landkreis), Oberhavel (Landkreis), Oberspreewald-Lausitz (Landkreis), Oder-Spree (Landkreis), Osterprignitz-Ruppin (Landkreis), Prignitz (Landkreis), Spree-Neiße (Landkreis), Teltow-Fläming (Landkreis), Uckermark (Landkreis)

 

Bremen:

Antragsberechtigt ist die Stadt Bremerhaven. In der Stadt Bremen erfolgt eine Förderung auf der Bezirksebene. Antragsberechtigt ist die oberste Amts- und Verwaltungsleitung. Gemeinsam mit der obersten Behörde für Gesundheit identifiziert die oberste Amts- und Verwaltungsleitung Bezirke, die im Bezirksvergleich am stärksten benachteiligt sind.

Hamburg:

Es erfolgt eine Förderung auf der Bezirksebene. Antragsberechtigt ist die oberste Amts- und Verwaltungsleitung. Gemeinsam mit der obersten Behörde für Gesundheit identifiziert die oberste Amts- und Verwaltungsleitung Bezirke, die im Bezirksvergleich am stärksten benachteiligt sind.

Hessen:

Kassel (Stadt), Offenbach am Main, Vogelsbergkreis, Waldeck-Frankenberg (Landkreis), Werra-Meißner-Kreis

Mecklenburg-Vorpommern:

Ludwigslust-Parchim (Landkreis), Mecklenburgische Seenplatte (Landkreis), Nordwest-Mecklenburg (Landkreis), Rostock (Landkreis), Rostock (Stadt), Schwerin, Vorpommern-Greifswald (Landkreis), Vorpommern-Rügen (Landkreis)

Niedersachsen:

Aurich (Landkreis), Celle (Landkreis), Cloppenburg (Landkreis), Cuxhaven (Landkreis), Delmenhorst, Emden, Emsland (Landkreis), Friesland (Landkreis), Goslar (Landkreis), Grafschaft Bentheim (Landkreis), Hameln-Pyrmont (Landkreis), Heidekreis, Helmstedt (Landkreis), Hildesheim (Landkreis), Holzminden (Landkreis), Leer (Landkreis), Lüchow-Dannenberg (Landkreis), Nienburg/Weser (Landkreis), Northeim (Landkreis), Rotenburg (Wümme) (Landkreis), Salzgitter, Schaumburg (Landkreis), Uelzen (Landkreis), Wesermarsch (Landkreis), Wilhelmshaven, Wittmund (Landkreis)

Nordrhein-Westfalen:

Bottrop, Dortmund, Duisburg, Düren (Kreis), Essen, Euskirchen (Kreis), Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Heinsberg (Kreis), Herne, Höxter (Kreis), Kleve (Kreis), Krefeld, Mönchengladbach, Oberhausen, Recklinghausen (Kreis), Remscheid, Solingen, Unna (Kreis), Wuppertal

Rheinland-Pfalz:

Altenkirchen (Landkreis), Bad Kreuznach (Landkreis), Bernkastel-Wittlich (Landkreis), Birkenfeld (Landkreis), Cochem-Zell (Landkreis), Donnersbergkreis, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Kaiserslautern (Landkreis), Kaiserslautern (Stadt), Kusel (Landkreis), Ludwigshafen (Rhein), Neuwied (Landkreis), Pirmasens, Rhein-Lahn-Kreis, Trier, Trier-Saarburg (Landkreis), Vulkaneifel (Landkreis), Westerwaldkreis, Worms

Schleswig-Holstein:

Dithmarschen (Kreis), Flensburg, Kiel, Lübeck, Neumünster, Nordfriesland (Kreis), Ostholstein (Kreis), Plön (Kreis), Schleswig-Flensburg (Kreis), Steinburg (Kreis)

Saarland:

Merzig-Wadern (Landkreis), Neunkirchen (Landkreis), Saarbrücken (Regionalverband), Saarlouis (Landkreis)

Sachsen:

Bautzen (Landkreis), Chemnitz, Erzgebirgskreis, Görlitz (Landkreis), Leipzig (Stadt), Leipzig (Landkreis), Meißen (Landkreis), Mittelsachsen (Landkreis), Nordsachsen (Landkreis), Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (Landkreis), Vogtlandkreis, Zwickau (Landkreis)

Sachsen-Anhalt:

Altmarkkreis Salzwedel (Landkreis), Anhalt-Bitterfeld (Landkreis), Börde (Landkreis), Burgenlandkreis, Dessau-Roßlau, Halle (Saale), Harz (Landkreis), Jerichower Land (Landkreis), Magdeburg, Mansfeld-Südharz (Landkreis), Saalekreis, Salzlandkreis, Stendal (Landkreis), Wittenberg (Landkreis)

Thüringen:

Altenburger Land (Landkreis), Eichsfeld (Landkreis), Eisenach, Erfurt, Gera, Gotha (Landkreis), Greiz (Landkreis), Hildburghausen (Landkreis), Ilm-Kreis, Kyffhäuserkreis, Nordhausen (Landkreis), Saale-Holzland-Kreis, Saale-Orla-Kreis, Saalfeld-Rudolstadt (Landkreis), Schmalkalden-Meiningen (Landkreis), Sömmerda (Landkreis), Sonneberg (Landkreis), Suhl, Unstrut-Hainich-Kreis, Wartburgkreis, Weimarer Land (Landkreis)

 

Förderantrag stellen

Im Folgenden können Sie die Antragsformulare herunterladen. Für den vorzulegenden Zuwendungsantrag sind folgende Dokumente verbindlich einzureichen:

  1. Zuwendungsantrag (Anhang 3 zur Förderbekanntmachung)
  2. Selbstauskunft (Anhang 4 zur Förderbekanntmachung)
  3. Finanzierungsplan (Anhang 6 zur Förderbekanntmachung)
  4. Ziele- und Maßnahmentabelle (Anhang 7 zur Förderbekanntmachung)
  5. Zeitplan (Anhang 8 zur Förderbekanntmachung)
  6. Schriftliche Absichtserklärung (formlos, Hinweise zur Erstellung siehe Anhang 5 zur Förderbekanntmachung)
  7. Zusammenfassung des Gesamtvorhabens (formlos, Hinweise zur Erstellung siehe Punkt 4 der Förderbekanntmachung)
  8. Darstellung der Zuständigkeiten für Prävention für Gesundheitsförderung in der Kommune (formlos, Hinweise zur Erstellung siehe Punkt 4 der Förderbekanntmachung)

Bitte füllen Sie die Formulare komplett am Computer aus und drucken sie anschließend aus. Bitte achten Sie darauf, die dafür vorgesehenen Unterlagen eigenhändig zu unterschreiben. Senden Sie die gesamten Antragsunterlagen anschließend per Post an folgende Adresse:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Referat Z2/2
Maarweg 149-161
50825 Köln

Die Antragstellung für die Förderung von Vorhaben ist im Rahmen der Geltungsdauer der hier veröffentlichten Förderbekanntmachung vom 10.01.2019 möglich. Die Bekanntmachung ist bis zum 31.12.2019 gültig.

Ergänzende Informationen zum Zuwendungsantrag

Zur Information des Antragstellers bei der Antragstellung dienen die folgenden Dokumente:

  1. Aufgabenprofil der Koordination in der Kommune (Anhang 1 zur Förderbekanntmachung)
  2. Definition Antragsberechtigte (Anhang 2 zur Förderbekanntmachung)

Haben Sie an alles gedacht?

Die folgende Checkliste hilft Ihnen zu prüfen, ob Ihr Antrag auf Förderung vollständig ist:

Checkliste Antragstellung

Haben Sie Fragen?

Wir haben Antworten auf häufig gestellte Fragen für Sie zusammengestellt:

FAQs Kommunales Förderprogramm

Individuelle Rückfragen im Zusammenhang mit der Antragstellung beantworten wir gern - die Kontaktdaten hierfür finden Sie auf Seite 12 der Förderbekanntmachung.