KOMBINE und VERBUND - zwei Projekte zur Bewegungsförderung auf kommunaler Ebene

Das GKV-Bündnis für Gesundheit unterstützt Kommunen mit zahlreichen Aktivitäten, um die kommunale Gesundheitsförderung und Prävention zu stärken. Die Modellprojekte KOMBINE und VERBUND legen einen Fokus auf Bewegungsförderung in der Lebenswelt Kommune.

Das Projekt KOMBINE (KOMmunale Bewegungsförderung zur Implementierung der Nationalen Empfehlungen) wurde von Juli 2018 bis Dezember 2021 durchgeführt und zielte auf die Umsetzung der Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung in der Lebenswelt Kommune. Im Rahmen der Projektlaufzeit wurde ein Handlungsmodell entwickelt und in sechs Modellkommunen erprobt. Die Erkenntnisse hieraus wurden in Form eines Manuals mit zahlreichen ergänzenden Arbeitshilfen aufbereitet (siehe unten "Phase 3: Manual für die Praxis").

In den Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung (NEBB) werden insbesondere Herangehensweisen hervorgehoben, die die gesamte Bevölkerung in den Blick nehmen und gemeindebezogene Mehrkomponentenansätze sowie politik- und umweltbezogene Maßnahmen umfassen. Aktuelle wissenschaftliche Übersichtsarbeiten zeigen, dass solche bevölkerungsbezogenen Ansätze einen Beitrag zur Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit leisten können, wenn sie Zugangswege zu Menschen mit sozialer Benachteiligung berücksichtigen. Die Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung finden Sie hier .

Das Projekt wurde in drei Phasen umgesetzt.

In der ersten Phase von KOMBINE wurde gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik, kommunaler Praxis und Wissenschaft ein Handlungsmodell entwickelt. Es beschreibt praxisnah die einzelnen Schritte zum Aufbau von Strukturen der kommunalen Bewegungsförderung. Die Beteiligten berücksichtigten dabei Bedarfe, Erfolgsfaktoren und Hindernisse und identifizierten im Weiteren folgende neun Schlüsselkomponenten, die für die Umsetzung kommunaler Bewegungsförderung hinsichtlich der Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit wichtig sind: politische Unterstützung, Einbindung vorhandener Strukturen, Kooperation und sektorübergreifende Zusammenarbeit, Partizipation, Kommunikation, Kompetenzen und Qualifizierung, strategische Planung und methodische Vorgehensweise, Ressourcen (z. B. Infrastruktur, finanziell) sowie passende Angebote. Das Handlungsmodell, in das diese Schlüsselkomponenten eingeflossen sind, sieht zunächst eine Vorbereitungsphase inklusive Bestandsaufnahme und Bildung einer Planungsgruppe vor. Diese erarbeitet einen konkreten Ablaufplan und entwickelt die Maßnahmen, die im letzten Schritt zur Umsetzung gelangen.

In der zweiten Projektphase von April 2019 bis Dezember 2020 wurde das Handlungsmodell in sechs Modellkommunen (Landkreis Bad Kissingen, Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Landkreis Segeberg, Marburg, Solingen und Stuttgart) erprobt. In allen Kommunen gelang die Bildung von Steuerungs- und kooperativen Planungsgruppen, die in einem mehrmonatigen Prozess zahlreiche Maßnahmen zur Bewegungsförderung entwickelten. Diese Maßnahmen lassen sich den Bereichen Bewegungsverhalten, bewegungsfördernde Infrastruktur, Bürgerbeteiligung und bewegungsfördernde Gesamtpolitik zuordnen. Trotz der massiven Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie ist es gelungen, erste vielversprechende Erfahrungen in der Umsetzung von Maßnahmen zu sammeln. Im Anschluss an diese Erprobungsphase haben alle Modellkommunen die weitere Umsetzung der geplanten Maßnahmen übernommen und zugleich die nachhaltige Verstetigung des begonnenen kommunalen Strukturaufbaus in der Gesundheits- und Bewegungsförderung eingeleitet. Neben der fachlichen Begleitung durch das Projekt-Team der FAU konnten die Kommunen auch Projektförderungen durch das GKV-Bündnis für Gesundheit beantragen.

In der dritten Phase von KOMBINE wurden die gesammelten Erfahrungen als Manual plus Arbeitshilfen zum Aufbau von Strukturen der Gesundheits- und Bewegungsförderung in der Kommune aufbereitet. Die KOMBINE-Materialien stehen allen interessierten Kommunen unter www.kommunen-in-bewegung.de frei zur Verfügung. Hier werden perspektivisch auch die Ergebnisse der bereits begonnenen Evaluation des Modellprojektes durch die FAU verfügbar sein.

VERBUND: Verbreitung, Transfer und nachhaltige Umsetzung des Konzeptes

Das Projekt VERBUND (VERBreitung UND kooperative Umsetzung kommunaler Bewegungsförderung ) baut auf den Erfahrungen aus dem Projekt KOMBINE auf. Es geht dabei um die gemeinschaftliche Entwicklung und Erprobung eines Verbreitungs- und Umsetzungskonzeptes zur kommunalen Bewegungsförderung . Ziel ist es, kommunale Strukturen der Gesundheitsförderung in Deutschland weiter auszubilden. Dazu nutzt VERBUND die Erfahrungen aus KOMBINE und legt den Fokus auf eine optimale Passung zwischen dem Einsatz von Ressourcen und dem Nutzen für die kommunale Bewegungsförderung .

In der ersten Phase wurden im Frühjahr 2021 zwei Workshops mit kommunalen und nationalen Akteurinnen und Akteuren zur Entwicklung eines praxisnahen Verbreitungs- und Umsetzungskonzeptes durchgeführt. In dieses Konzept sollen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu Faktoren wirksamer Verbreitungskonzepte für Gesundheits- und Bewegungsförderung einfließen.

In der zweiten Phase wird das praxisnahe, auf wissenschaftlicher Basis entwickelte Verbreitungskonzept bundesweit in neun Modellkommunen mit unterschiedlichen Strukturmerkmalen (v. a. geographische Lage, Gemeindetyp, regionale sozioökonomische Strukturen, Vorerfahrungen in der Bewegungsförderung) erprobt und begleitend evaluiert. Es handelt sich um die zwei Metropolen Berlin und Frankfurt/Main sowie die vier Städte Erlangen, Herne, Trier, Flensburg und die drei Landkreise Havelland, Karlsruhe und Vorpommern-Greifswald. Die Auswahl der Kommunen auf Basis der vier genannten Kriterien gewährleistet eine Vielfalt innerhalb der Modellkommunen.

In der dritten Phase geht es darum, die Erkenntnisse als Handreichung für die kommunale Praxis aufzubereiten. Darin soll die Vorgehensweise bei Verbreitung und Transfer von Vorhaben zur kommunalen Bewegungsförderung Schritt für Schritt erläutert werden. Zudem wird ein Konzept zur Fortführung des nationalen Beteiligungs- und Aktivierungsansatzes erstellt.

Die Projekte KOMBINE und VERBUND werden mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkasse nach § 20a SGB V im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit ( www.gkv-buendnis.de ) gefördert.

Die Konzeption und Umsetzung beider Projekte erfolgt durch das Department für Sportwissenschaft und Sport der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Mehr Informationen und die Möglichkeit zum Download der KOMBINE-Materialien erhalten Sie unter: www.kommunen-in-bewegung.de .

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